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Olaf Ludwig

Rennrad


Erfolge:

Olympiasieger 1988 in Seoul

Sieger der Internationalen Friedensfahrt 1982, 1986

3-facher Etappensieger bei der Tour de France

Gewinner des Grünen Trikots bei der Tour de France 1990

Auszeichnungen

Sportler des Jahres in der DDR 1986, 1988

Ehrenbürger der Stadt Gera


Vielleicht war es Schicksal: Die Friedensfahrt, die „Tour de France des Ostens“, hatte Olaf Ludwig schon als Kind in seinen Bann gezogen – als das Fahrerfeld 1972 auf der Route von Berlin über Prag nach Warschau durch seine thüringische Heimatstadt Gera sauste, wollte er auch Rennen fahren – und schloss sich der Polizeisportgemeinschaft Dynamo Gera an.

Auf dem Weg zu seinem großen Traum lagen viele, viele Radkilometer und mehr und mehr Erfolge, 1977 und 1978 unter anderem der Juniorenweltmeistertitel in der Mannschaft.

1980 war es dann soweit. Olaf Ludwig startete erstmals bei der Friedensfahrt – und gewann gleich die erste Etappe. Es sollte nicht die letzte auf der Tour bleiben, am Ende stand der dritte Platz in der Gesamtwertung.

Zwei Jahre später wurde er erstmals Gesamtsieger bei dem Rennen, das ihn überhaupt zum Radsport geführt hatte.

Nun war er ein Star und ein international bekannter Sportler.

 

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„Damals“, schrieb er später in seiner Biografie, „ist mir wirklich bewusst geworden, welche Verantwortung man als Sportler auf sich lädt, wenn man vornwegfährt und Erfolg hat.“ Diesen speziellen Erfolg bei der Friedensfahrt konnte er 1986 wiederholen.

Wiederum zwei Jahre später wurde Olaf Ludwig Olympiasieger im Einzelrennen bei den Olympischen Spielen in Seoul.

Nach der Wende wurde er Profi, gewann insgesamt drei Etappen bei der Tour de France und einige prestigeträchtige Fahrten wie das Rennen rund um den Henninger Turm.

Nach der Karriere wurde Ludwig Funktionär im Radsport – als Vizepräsident des Bundes Deutscher Radfahrer, als Pressesprecher beim Team Telekom, als Teamleiter des Teams T-Mobile. Später organisierte Ludwig Fahrten für Radtouristen. Gemeinsam mit – so schließt sich ein Kreis - Jörg Strenger, dem früheren Organisator der Friedensfahrt.

Ich habe immer versucht, ich zu bleiben – ob sportlich, politisch oder privat.“